
Mit der Hauptstraße hat Riesa eigentlich eine wunderschöne und traditionelle Einkaufsstraße. Eigentlich. Denn in der Realität hat die Einkaufmeile seit Jahren mit Geschäftsschließungen, Sanierungsstau und teilweise auch Vermüllung sowie Vandalismus zu kämpfen. Dieses vor Ort wichtige Thema hat zuletzt die Sächsische Zeitung aufgenommen und Positives wie Negatives der letzten Jahrzehnte dargestellt.
Der Artikel trifft dabei einen wunden Punkt: Der schleichende Verfall der Innenstadtmeile ist lange spürbar – nicht als Einzelfall, sondern als strukturelles Problem. Wenn alteingesessene Läden aufgeben, während kurzfristige Konzepte kommen und gehen, dann ist das allerdings kein „normaler Wandel“, sondern ein Warnsignal: Kaufkraft, Sicherheitsempfinden und Aufenthaltsqualität geraten aus dem Gleichgewicht.
Viele Bürger nehmen wahr, dass sich das Stadtbild verändert hat – auch durch Zuwanderung. Wer das anspricht, bekommt oft sofort den moralischen Zeigefinger, statt eine nüchterne Bestandsaufnahme: Welche Branchen tragen wirklich die Einkaufsmeile? Welche Leerstände sind dauerhaft? Wie entwickeln sich Mieten und Pachten, Frequenzen und Kaufkraft?
Eines ist klar: Symbolpolitik wie „Leerstand mit linken Projekten zu überkleben“, die am Ende vor allem Steuergeld kostet, ist kein tragfähiges Konzept. Was Riesa, genauso wie viele andere Städte, braucht, ist eine grundlegende strukturelle Strategie: Echte Standortentwicklung für Handel und Gastronomie, konsequentes Vorgehen gegen Vermüllung und Vandalismus, eine klare Ordnungspolitik mit sichtbarer Präsenz sowie eine Wirtschaftspolitik, die den Mittelstand stärkt, statt ihn mit Abgaben und Bürokratie zu erdrücken. Hinzu kommen immer höhere Bau-, Energie- und Erhaltungskosten, die zu teureren Geschäftsmieten führen. Deutschland wird zunehmend innovationsfeindlich und macht es vor allem den kleinen Selbständigen immer schwerer, über die Runden zu kommen. Das sind aber genau jene, die bisher das Rückgrat der kleinen Läden in den kleinen Städten bildeten.
Übrig bleiben dann nur die großen Konzerne, die entweder online oder in Großeinkaufszentren ihr Geschäft machen. Paradoxer Weise nutzt deren Angebote vor allem das junge, zumeist linke Publikum. Also diejenigen, die von Klimarettung schwadronieren, während sie das x-te Päckchen via Online-Riesen um die halbe Welt ordern lassen.
Wenn wir unsere Einkaufs- und Begegnungsmeilen erhalten wollen, brauchen wir endlich wieder bessere Rahmenbedingungen für unseren Mittelstand – wofür sich die AfD seit Jahren einsetzt. Und wir müssen wieder öfter vor Ort kaufen, auch wenn es hier und da mal einen Euro mehr kostet. Dafür haben wir das Produkt sofort in der Hand, haben einen Ansprechpartner und eine Innenstadt, die lebenswert bleibt. Es liegt an uns allen. Ich nehme mich hierbei explizit nicht aus.
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