Chinesische Partner für VW-Werk in Sachsen: Ausverkauf statt nachhaltiger Industriepolitik?

VW stecke in der Dauerkrise. Der Konzern musste im ersten Quartal des Jahres erneut hohe Gewinneinbrüche verzeichnen und das, nachdem schon das vergangene Jahr schlecht lief. Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) bringt nun eine Joint-Venture-Lösung mit chinesischen Unternehmen ins Spiel.

Carsten Hütter, sicherheitspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion und selbständiger Unternehmer, erklärt dazu:

„Die Überlegung, chinesische Hersteller in das VW-Werk Zwickau zu holen, ist ein industriepolitischer Offenbarungseid. Statt den Standort und seine Beschäftigten langfristig zu stärken, droht Sachsen zum verlängerten Werkbank-Modell chinesischer Konkurrenz zu werden. Die deutsche E-Auto Strategie, die maßgeblich auch von der SPD vorangetrieben wurde, ist gescheitert. Das wollen Panter und Co. nicht zugeben und nun einen Fehler mit dem nächsten ‚wettmachen‘.

Die Geschichte zeigt, wohin fehlender Schutz strategischer Industrien führen kann: Mit dem Markteintritt japanischer Hersteller wie Honda, Yamaha, Suzuki und Kawasaki in den 70er- und 80er- Jahren verloren deutsche Motorradmarken wie Zündapp oder Kreidler zunehmend ihre Marktstellung. Aggressive Preispolitik und höhere Produktionskapazitäten aus Asien führten dazu, dass deutsche Hersteller verdrängt, verkauft oder letztlich abgewickelt wurden. Wer daraus nichts lernt, riskiert heute dieselbe Entwicklung in der Automobilindustrie.

Deutschland und Europa brauchen keine neuen Abhängigkeiten, sondern eine klare Strategie zur Sicherung eigener Industriekompetenz und Arbeitsplätze. Das faktische EU Verbrenner-Aus (90-prozentige CO2-Reduktionspflicht ab 2035) gehört abgeschafft. Deutsche Diesel- und Ottomotoren sind und bleiben weltweite Spitze und auf viele Jahre mit allen E-Autos konkurrenzfähig.

Sachsen, der Bund und die EU müssen endlich Rahmenbedingungen schaffen, die die heimische Industrie stärken, statt Krisenmanagement auf Kosten strategischer Souveränität zu betreiben. Das VW-Werk Zwickau darf nicht zum Symbol eines schleichenden Ausverkaufs deutscher Schlüsselindustrien werden.“

#AfD #Hütter #Sachsen #VWKrise