Die Stadt Strehla hat am 13.01.2026 zum Bürgerdialog zur Kommunalen Wärmeplanung ins Rathaus eingeladen. Mit dabei waren die städtischen Partnern SachsenEnergie und seecon Ingenieure. In der Einladung an „alle Bürger“ heißt es u.a.: „Nutzen Sie die Gelegenheit, sich frühzeitig zu informieren, Fragen zu stellen und Ihre Sichtweise mit den Verantwortlichen zu teilen. Ihre Meinung zählt – gestalten Sie die Zukunft unserer Stadt aktiv mit!“. Aus „Platzgründen“ wurde dem direkt gewählten -Landtagsabgeordneten im Wahlkreis, zu dem Strehla zählt, kein Zutritt zur Veranstaltung gewährt.
Carsten Hütter, direkt gewählter AfD-Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Meißen 1, erklärt dazu:
„Durchaus bekannt ist, dass AfD-Politiker nicht an Bürgerdialogen als Sprecher teilnehmen dürfen. Wenn ihnen aber schon der schlichte Zutritt zu kommunalen Veranstaltungen von hohem politischem Interesse verwehrt wird, dann hat das nochmal ganz andere Dimensionen.
Ich habe ja Verständnis dafür, dass nicht alle Interessierten teilnehmen können, wenn der Saal voll ist. Aber im vorliegenden Fall war ich knapp eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn – und bei Platzkapazitäten – vor Ort und habe sogar angeboten zu stehen. Trotzdem wurde ich mit der Begründung abgewiesen, dass alle interessierten Einwohner der Stadt Strehla Vorrang hätten. Das scheint mir aber ein reiner Vorwand gewesen zu sein. Man stelle sich nur einmal eine vergleichbare Situation mit einem direkt gewählten CDU- oder SPD-Abgeordneten in einer schwarz- oder rot geführten Stadt vor. Da würde es so etwas sicher nicht geben!
Mit der Nichtteilnahme ist mir die Möglichkeit genommen worden, als zuständiger Wahlkreisabgeordneter meine Wähler vor Ort zu unterstützen, bei der Meinungsbildung zu begleiten oder in dem Themenkomplex zu beraten.
Ich werde nichtsdestotrotz (weiter) den Kontakt zu Gemeindeverwaltung bzw. zum Bürgermeister halten und mich gezielt nach den Informationen erkundigen, sodass eine Weiterarbeit an dem Thema möglich ist.“
Carsten Hütter
Mitglied des Sächsischen Landtages
